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		<title>.NTY.Njg - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2026-08-08T01:40:50Z</updated>
		<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in transcribe europeana 1914-1918</subtitle>
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		<title>Transkriptor3000: Die Seite wurde neu angelegt: „[LEFT PAGE]  sich (wie immer) die Eitelkeit; die gehen schon ganz modern gekleidet. Nur über die geschmackvolle Zusammenstellung muß ich immer lachen. Eben g…“</title>
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				<updated>2015-03-06T11:07:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „[LEFT PAGE]  sich (wie immer) die Eitelkeit; die gehen schon ganz modern gekleidet. Nur über die geschmackvolle Zusammenstellung muß ich immer lachen. Eben g…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[LEFT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich (wie immer) die Eitelkeit; die gehen schon ganz modern gekleidet.&lt;br /&gt;
Nur über die geschmackvolle Zusammenstellung muß ich immer lachen.&lt;br /&gt;
Eben ging so ein Schichtchen (Mädchen) vorbei. Sie hatte schöne gelbe Schuhe&lt;br /&gt;
an, die etwas zu groß waren und zerrissene Schnürsenkel hatten, weiße &lt;br /&gt;
Strümpfe, einen weißen Unterock mit schönen Spitzen, der aber schon zu wesche ((?))&lt;br /&gt;
fehlte, (ich weiß es daher, weil es eine Handbreit vorkam) ein blaues Tuchkleid&lt;br /&gt;
und eine weiße Bluse, die hinten nicht ganz zugeknöpft war, an.&lt;br /&gt;
Ein Hut mit einem Fuder Kuchfutter ((?)), ein Sonnenschirm und ein elegantes&lt;br /&gt;
Handtäschchen aus der vorsintflutlichen Mode vervollständigten den Anzug.&lt;br /&gt;
Das ist hier die reichste oder vornehmste Gesellschaft oder die eba((?))&lt;br /&gt;
so ovo ((??)) wie man bei uns sagt. _ Eben aus der Bahnstation zurückgekommen.&lt;br /&gt;
Jeder der da Bier haben will muß sich einen Maskrug mitbringen.&lt;br /&gt;
Von den Kerln schleppt jeder so ein Ding mit. Einen Bayern ohne Krüge &lt;br /&gt;
kann ich mir nicht denken. Die Rauflust dieser Brüder konnte man &lt;br /&gt;
auch hier sehen. Ein fliegendes Krügel war des nebenmanns Schädel zugedacht,&lt;br /&gt;
der aber gewandt den Kopf zur Seite bog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.7.17. Heute kam ein Melder vom Betl. und tat mir kund, daß ich mich&lt;br /&gt;
zur Truppe in Marsch zu setzen hätte. Ich will aber erst Mittwoch mein Bündel&lt;br /&gt;
schnüren. Die ganzen Etappen kamen auch von hier weg. 29.7. Kurz war dem &lt;br /&gt;
Schlafengehen. Heute nach einem heißen Tag ein wunderbarer Abend. Bin nach&lt;br /&gt;
meinem gewohnten Gang durchs Dorf noch eine Stunde vor der Tür auf der &lt;br /&gt;
Bank geblieben und habe von vergangenen Zeiten geträumt. _ Simsertal((?))&lt;br /&gt;
(Heilberg), Kermuschiemen, Katzenteich, Kleszowen u. Goldaß_ zogen&lt;br /&gt;
an mir vorbei.Man möchte manchmal heulen, so ist es einem zu Mute.&lt;br /&gt;
Ich war auch bald soweit, da fiel mir glücklicher Weise das schöne Lied&lt;br /&gt;
ein: &amp;quot;Warum sitzt du denn so traurig auf der Bank :: und sofort war &lt;br /&gt;
mein Galgenhumor wieder da. Es war auch gerade Zeit; denn es &lt;br /&gt;
kamen die Einwohner des Hauses als da sind; eine Frau, die garnichts vom&lt;br /&gt;
Typus der Juden hat, 2 Jünglinge, denen man den Abraham schon von &lt;br /&gt;
weitem ansieht, 2 kleine Mädchen, die in Ungezogenheiten wetteifern&lt;br /&gt;
u. wovon eine oft stundenlang brüllt und dann noch ein 16-jähr.&lt;br /&gt;
Mädchen, das wohl eine Verwandte in dienender Stellung ist. Jedenfalls &lt;br /&gt;
ist das Mädel die vernünftigste der ganzen Gesellschaft, und&lt;br /&gt;
setzen sich zu&amp;lt;del&amp;gt;r&amp;lt;/del&amp;gt; mir. 31.7.17. Ich konnte es mir nie so recht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorstellen, daß es in südlichen Gegenden im Sommer noch&lt;br /&gt;
wärmer sein kann, als bei uns. Das kann man jetzt aber erfahren.&lt;br /&gt;
Solch eine sengende Glut ist mir noch nicht vorgekommen.&lt;br /&gt;
Würde man ohne Rock gehen, so wäre man bald gebraten. Heute abend&lt;br /&gt;
will ich mal fürstlich speisen. Habe nämlich Eier erstanden und will&lt;br /&gt;
Rührei machen. _ Es ist doch sehr gut, daß ich bald wegkomme; denn &lt;br /&gt;
sonst lach ich mich noch halb krank. Kommt eben wieder so ein Staatsfuhrwerk&lt;br /&gt;
vorbeigefahren. Der Wagen gebaut nach Art der deutschen&lt;br /&gt;
mit Verdeck. Die Polsterung ist in Fetzen u. fliegt umher. Lack ist mal&lt;br /&gt;
dran gewesen usw. man kann das Ding garnicht beschreiben so etwas&lt;br /&gt;
muß man gesehen haben. Daher sind zwei &amp;quot;schöne&amp;quot; Pferde vorgespannt,&lt;br /&gt;
die sogar Scheuklappen haben, auf die aber der Kutscher unaufhörlich&lt;br /&gt;
einhauen muß, wenn sie sich vorwärtsbewegen sollen. Der&lt;br /&gt;
Kutscher, ein Rumäne, paßt ganz zum Fuhrwerk, dann das Gegenstück:&lt;br /&gt;
darin sitzen meistens österreichische Offiziere oder Damen mit &lt;br /&gt;
großen Hüten, Sonnenschirm u. verschleiert. Ein Bild, daß für die lustigen&lt;br /&gt;
Blätter((?)) ein Schlager ist. 1.8.17. Über Weiberschlauheit kommt nichts. Hier sind&lt;br /&gt;
meiner Meinung nach die Weiber noch gewitzter als bei uns. Will bei uns&lt;br /&gt;
mal ein Frauchen mit den andern plaudern, so nimmt es eine Milchkanne&lt;br /&gt;
und geht Milch holen. Wehe dem Mann, der auf die Milch zum Kosten wartet;&lt;br /&gt;
denn unterwegs trifft sich immer Bekanntschaft und es wäre doch wirklich&lt;br /&gt;
sehr unhöflich wollt man nicht mit alten Bekannten ein Stündchen verplaudern.&lt;br /&gt;
Natürlich heißt es dann zu Hause, daß man zu lange auf der&lt;br /&gt;
Straße herumgestanden hat. Das kann hier garnicht vorkommen; denn &lt;br /&gt;
die Frauen gehen oder stehen rum und spinnen. Ja man höre u. staune.&lt;br /&gt;
Natürlich hat man hier keinen Wocken((?)) wie bei uns, sondern ein Stück&lt;br /&gt;
Holz, das einfach gedreht wird. Unter dem linken Arm ist ein Stock &lt;br /&gt;
mit einem Büschel Flachs oder Wolle geklemmt. Die Fertigkeit ist&lt;br /&gt;
zu bewundern. Heute nachm. um 4 Uhr verlasse ich mit der Feldbahn &lt;br /&gt;
Leordina u. werde dann bald aus den Karpathen heraus sein.&lt;br /&gt;
Von diesen Bergen kann man spätere Geschlechter auch sagen: &amp;quot;Ziehe Deine&lt;br /&gt;
Schuhe aus, denn das Land darauf du stehest ist mit Blut u. Schweiß getränkt&lt;br /&gt;
u. darum heilig.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Transkriptor3000</name></author>	</entry>

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