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		<title>transcribe europeana 1914-1918 - Benutzerbeiträge [de]</title>
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&lt;div&gt;[entry][usr=Martin][datum=9.3.2015][time=13:31:0][/entry]Diskussionsbeitrag&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[entry][usr=Martin][datum=23.2.2015][time=12:19:47][/entry]Ist auf der linken Seite, Zeile 14 das Wort richtig erkannt worden? Es könnte auch anders sein.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LEFT PAGE] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins &amp;quot;Königreich des heiligen Stephan&amp;quot; hinein. _ _ Orginell waren&lt;br /&gt;
die Trachten der Bewohner des Landes. Die Männer trugen eine eng-&lt;br /&gt;
anliegende Hose aus ((?)) mit grünem Besatz, der vorn am Fuß- &lt;br /&gt;
anfang und oben in einem Bogen auslief. Der Rock war aus &lt;br /&gt;
demselben Stoff hergestellt und hatte denselben Besatz. Er wurde meist &lt;br /&gt;
über die rechte Schulter gehängt, da es damals schon sehr warm war. &lt;br /&gt;
Die Frauen, oder das weibliche Geschlecht, trug um, vom Kopfe ange &lt;br /&gt;
fangen, meistens ein buntes oder weißes Tuch; dann ein Pelz((?)) &lt;br /&gt;
nach Miederart aber meistens offen. Darunter kam gleich das Hemd. &lt;br /&gt;
Der Rock war aus dünnem Leinen oder Rattun((?)). Die Füße waren &lt;br /&gt;
mit langen Stiefeln od. plumpen Schuhen bekleidet und die Beine  &lt;br /&gt;
im letzteren Falle mit Wickelgamaschen aus Lumpen umwickelt. &lt;br /&gt;
Ein Anblick, der auch bei einem noch so schönen Weibe wiederlich wirkte &lt;br /&gt;
und das Weib unnahbar machte. Der Sonntagsrock bestand aus zwei &lt;br /&gt;
Schürzen. Eine vorn u. eine hinten. Unterkleider werden nicht ge- &lt;br /&gt;
tragen. Bei uns dürfte man es wohl((?)) nicht der frechsten Dirne zumuten &lt;br /&gt;
in solch einem Wamskostüm über die Straße zu gehen ((?)) &lt;br /&gt;
dürfte man von einer ehrbaren Frau oder einem zünftigen deutsch. &lt;br /&gt;
Mädchen verlangen sich so zu kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen die Karpathen. _ Für einen wie ich, der noch &lt;br /&gt;
nie ein Gebirge gesehen hat, ein wunderbarer Anblick. Zwischen &lt;br /&gt;
steilabfallenden Bergen schlängelt sich die Bahn dahin. Während &lt;br /&gt;
unten im Tal alles grünte und blühte, lag weiter oben Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Luft spürte mann's, daß man im Gebirge war, denn es &lt;br /&gt;
war bedeutend kühler als in der Ebene. So einfach wie die Klei- &lt;br /&gt;
dung, waren auch die Wohnungen der Bewohner. Elende Hütten &lt;br /&gt;
aus Holz gebaut mit dem Giebel nach der Straße. Von uns wurden &lt;br /&gt;
diese Paläste((?))  stets  Kaninchenställe genannt. Endlich kamen wir &lt;br /&gt;
nach Borsa((?)) ins Land der Ruthenen((?)). Hier wurden wir in eine &lt;br /&gt;
Baracke der ...ungskompanie, ((?)) 1, einquartiert und lagen &lt;br /&gt;
dort bis zum anderen Tage. Dann fuhren wir mit der Prislop- &lt;br /&gt;
bahn bis zu dem Berge, nach dem die Bahn ihren Namen &lt;br /&gt;
trägt.  Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren wir von Borsa &lt;br /&gt;
ab und bei Schneegestöber landeten wir auf dem Prislop. &lt;br /&gt;
Also aus dem Ostpr._Winter in den südl. Frühling u. dann in den Winter &lt;br /&gt;
des Hochgebirges. _ Von Prislop gings nach der Einteilung zur &lt;br /&gt;
Stellung. An den Weg werde ich mein ganzes Leben lang denken. &lt;br /&gt;
Immer bergauf mit den schweren ((?)) und dann noch dazu alles ver- &lt;br /&gt;
schneit. Endlich um 10 Uhr abends landeten wir bei der 1. Komp., die &lt;br /&gt;
damals in Reserve((?)) lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;17.4.17.&amp;lt;/u&amp;gt; Den nächsten Tag morgens meldeten wir uns beim &lt;br /&gt;
Gefechtsstand((?)) des III. Batl. und wurden zur 10. Komp. geschickt. Am &lt;br /&gt;
andern Tag übernahm ich die 4. Gruppe des I. Zuges, die bis dahin Gefr. &lt;br /&gt;
Roth geführt hatte. Vizefeldw. Trenz führte damals den Zug. Vorm. wurde von 7-11, nachm. v. 2-5 Schnee geschippt. Trotzdem bekam&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LEFT PAGE] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins &amp;quot;Königreich des heiligen Stephan&amp;quot; hinein. _ _ Orginell waren&lt;br /&gt;
die Trachten der Bewohner des Landes. Die Männer trugen eine eng-&lt;br /&gt;
anliegende Hose aus ((?)) mit grünem Besatz, der vorn am Fuß- &lt;br /&gt;
anfang und oben in einem Bogen auslief. Der Rock war aus &lt;br /&gt;
demselben Stoff hergestellt und hatte denselben Besatz. Er wurde meist &lt;br /&gt;
über die rechte Schulter gehängt, da es damals schon sehr warm war. &lt;br /&gt;
Die Frauen, oder das weibliche Geschlecht, trug um, vom Kopfe ange &lt;br /&gt;
fangen, meistens ein buntes oder weißes Tuch; dann ein Pelz((?)) &lt;br /&gt;
nach Miederart aber meistens offen. Darunter kam gleich das Hemd. &lt;br /&gt;
Der Rock war aus dünnem Leinen oder ((Rattun)) ((?)). Die Füße waren &lt;br /&gt;
mit langen Stiefeln od. plumpen Schuhen bekleidet und die Beine  &lt;br /&gt;
im letzteren Falle mit Wickelgamaschen aus Lumpen umwickelt. &lt;br /&gt;
Ein Anblick, der auch bei einem noch so schönen Weibe wiederlich wirkte &lt;br /&gt;
und das Weib unnahbar machte. Der Sonntagsrock bestand aus zwei &lt;br /&gt;
Schürzen. Eine vorn u. eine hinten. Unterkleider werden nicht ge- &lt;br /&gt;
tragen. Bei uns dürfte man es wohl((?)) nicht der frechsten Dirne zumuten &lt;br /&gt;
in solch einem Wamskostüm über die Straße zu gehen ((?)) &lt;br /&gt;
dürfte man von einer ehrbaren Frau oder einem zünftigen deutsch. &lt;br /&gt;
Mädchen verlangen sich so zu kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen die Karpathen. _ Für einen wie ich, der noch &lt;br /&gt;
nie ein Gebirge gesehen hat, ein wunderbarer Anblick. Zwischen &lt;br /&gt;
steilabfallenden Bergen schlängelt sich die Bahn dahin. Während &lt;br /&gt;
unten im Tal alles grünte und blühte, lag weiter oben Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Luft spürte mann's, daß man im Gebirge war, denn es &lt;br /&gt;
war bedeutend kühler als in der Ebene. So einfach wie die Klei- &lt;br /&gt;
dung, waren auch die Wohnungen der Bewohner. Elende Hütten &lt;br /&gt;
aus Holz gebaut mit dem Giebel nach der Straße. Von uns wurden &lt;br /&gt;
diese Paläste((?))  stets  Kaninchenställe genannt. Endlich kamen wir &lt;br /&gt;
nach Borsa((?)) ins Land der Ruthenen((?)). Hier wurden wir in eine &lt;br /&gt;
Baracke der ...ungskompanie, ((?)) 1, einquartiert und lagen &lt;br /&gt;
dort bis zum anderen Tage. Dann fuhren wir mit der Prislop- &lt;br /&gt;
bahn bis zu dem Berge, nach dem die Bahn ihren Namen &lt;br /&gt;
trägt.  Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren wir von Borsa &lt;br /&gt;
ab und bei Schneegestöber landeten wir auf dem Prislop. &lt;br /&gt;
Also aus dem Ostpr._Winter in den südl. Frühling u. dann in den Winter &lt;br /&gt;
des Hochgebirges. _ Von Prislop gings nach der Einteilung zur &lt;br /&gt;
Stellung. An den Weg werde ich mein ganzes Leben lang denken. &lt;br /&gt;
Immer bergauf mit den schweren ((?)) und dann noch dazu alles ver- &lt;br /&gt;
schneit. Endlich um 10 Uhr abends landeten wir bei der 1. Komp., die &lt;br /&gt;
damals in Reserve((?)) lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;17.4.17.&amp;lt;/u&amp;gt; Den nächsten Tag morgens meldeten wir uns beim &lt;br /&gt;
Gefechtsstand((?)) des III. Batl. und wurden zur 10. Komp. geschickt. Am &lt;br /&gt;
andern Tag übernahm ich die 4. Gruppe des I. Zuges, die bis dahin Gefr. &lt;br /&gt;
Roth geführt hatte. Vizefeldw. Trenz führte damals den Zug. Vorm. wurde von 7-11, nachm. v. 2-5 Schnee geschippt. Trotzdem bekam&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LEFT PAGE] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins &amp;quot;Königreich des heiligen Stephan&amp;quot; hinein. _ _ Orginell waren&lt;br /&gt;
die Trachten der Bewohner des Landes. Die Männer trugen eine eng-&lt;br /&gt;
anliegende Hose aus ((?)) mit grünem Besatz, der vorn am Fuß- &lt;br /&gt;
anfang und oben in einem Bogen auslief. Der Rock war aus &lt;br /&gt;
demselben Stoff hergestellt und hatte denselben Besatz. Er wurde meist &lt;br /&gt;
über die rechte Schulter gehängt, da es damals schon sehr warm war. &lt;br /&gt;
Die Frauen, oder das weibliche Geschlecht, trug um, vom Kopfe ange &lt;br /&gt;
fangen, meistens ein buntes oder weißes Tuch; dann ein Pelz((?)) &lt;br /&gt;
nach Miederart aber meistens offen. Darunter kam gleich das Hemd. &lt;br /&gt;
Der Rock war aus dünnem Leinen oder Rattun((?)). Die Füße waren &lt;br /&gt;
mit langen Stiefeln od. plumpen Schuhen bekleidet und die Beine  &lt;br /&gt;
im letzteren Falle mit Wickelgamaschen aus Lumpen umwickelt. &lt;br /&gt;
Ein Anblick, der auch bei einem noch so schönen Weibe wiederlich wirkte &lt;br /&gt;
und das Weib unnahbar machte. Der Sonntagsrock bestand aus zwei &lt;br /&gt;
Schürzen. Eine vorn u. eine hinten. Unterkleider werden nicht ge- &lt;br /&gt;
tragen. Bei uns dürfte man es wohl((?)) nicht der frechsten Dirne zumuten &lt;br /&gt;
in solch einem Wamskostüm über die Straße zu gehen ((?)) &lt;br /&gt;
dürfte man von einer ehrbaren Frau oder einem zünftigen deutsch. &lt;br /&gt;
Mädchen verlangen sich so zu kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen die Karpathen. _ Für einen wie ich, der noch &lt;br /&gt;
nie ein Gebirge gesehen hat, ein wunderbarer Anblick. Zwischen &lt;br /&gt;
steilabfallenden Bergen schlängelt sich die Bahn dahin. Während &lt;br /&gt;
unten im Tal alles grünte und blühte, lag weiter oben Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Luft spürte mann's, daß man im Gebirge war, denn es &lt;br /&gt;
war bedeutend kühler als in der Ebene. So einfach wie die Klei- &lt;br /&gt;
dung, waren auch die Wohnungen der Bewohner. Elende Hütten &lt;br /&gt;
aus Holz gebaut mit dem Giebel nach der Straße. Von uns wurden &lt;br /&gt;
diese Paläste((?))  stets  Kaninchenställe genannt. Endlich kamen wir &lt;br /&gt;
nach Borsa((?)) ins Land der Ruthenen((?)). Hier wurden wir in eine &lt;br /&gt;
Baracke der ...ungskompanie, ((?)) 1, einquartiert und lagen &lt;br /&gt;
dort bis zum anderen Tage. Dann fuhren wir mit der Prislop- &lt;br /&gt;
bahn bis zu dem Berge, nach dem die Bahn ihren Namen &lt;br /&gt;
trägt.  Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren wir von Borsa &lt;br /&gt;
ab und bei Schneegestöber landeten wir auf dem Prislop. &lt;br /&gt;
Also aus dem Ostpr._Winter in den südl. Frühling u. dann in den Winter &lt;br /&gt;
des Hochgebirges. _ Von Prislop gings nach der Einteilung zur &lt;br /&gt;
Stellung. An den Weg werde ich mein ganzes Leben lang denken. &lt;br /&gt;
Immer bergauf mit den schweren ((?)) und dann noch dazu alles ver- &lt;br /&gt;
schneit. Endlich um 10 Uhr abends landeten wir bei der 1. Komp., die &lt;br /&gt;
damals in Reserve((?)) lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;17.4.17.&amp;lt;/u&amp;gt; Den nächsten Tag morgens meldeten wir uns beim &lt;br /&gt;
Gefechtsstand((?)) des III. Batl. und wurden zur 10. Komp. geschickt. Am &lt;br /&gt;
andern Tag übernahm ich die 4. Gruppe des I. Zuges, die bis dahin Gefr. &lt;br /&gt;
Roth geführt hatte. Vizefeldw. Trenz führte damals den Zug. Vorm. wurde von 7-11, nachm. v. 2-5 Schnee geschippt. Trotzdem bekam&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LEFT PAGE] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins &amp;quot;Königreich des heiligen Stephan&amp;quot; hinein. _ _ Orginell waren&lt;br /&gt;
die Trachten der Bewohner des Landes. Die Männer trugen eine eng-&lt;br /&gt;
anliegende Hose aus ((?)) mit grünem Besatz, der vorn am Fuß- &lt;br /&gt;
anfang und oben in einem Bogen auslief. Der Rock war aus &lt;br /&gt;
demselben Stoff hergestellt und hatte denselben Besatz. Er wurde meist &lt;br /&gt;
über die rechte Schulter gehängt, da es damals schon sehr warm war. &lt;br /&gt;
Die Frauen, oder das weibliche Geschlecht, trug um, vom Kopfe ange &lt;br /&gt;
fangen, meistens ein buntes oder weißes Tuch; dann ein Pelz((?)) &lt;br /&gt;
nach Miederart aber meistens offen. Darunter kam gleich das Hemd. &lt;br /&gt;
Der Rock war aus dünnem Leinen oder Rattun((?)). Die Füße waren &lt;br /&gt;
mit langen Stiefeln od. plumpen Schuhen bekleidet und die Beine  &lt;br /&gt;
im letzteren Falle mit Wickelgamaschen aus Lumpen umwickelt. &lt;br /&gt;
Ein Anblick, der auch bei einem noch so schönen Weibe wiederlich wirkte &lt;br /&gt;
und das Weib unnahbar machte. Der Sonntagsrock bestand aus zwei &lt;br /&gt;
Schürzen. Eine vorn u. eine hinten. Unterkleider werden nicht ge- &lt;br /&gt;
tragen. Bei uns dürfte man es wohl((?)) nicht der frechsten Dirne zumuten &lt;br /&gt;
in solch einem Wamskostüm über die Straße zu gehen ((?)) &lt;br /&gt;
dürfte man von einer ehrbaren Frau oder einem zünftigen deutsch. &lt;br /&gt;
Mädchen verlangen sich so zu kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen die Karpathen. _ Für einen wie ich, der noch &lt;br /&gt;
nie ein Gebirge gesehen hat, ein wunderbarer Anblick. Zwischen &lt;br /&gt;
steilabfallenden Bergen schlängelt sich die Bahn dahin. Während &lt;br /&gt;
unten im Tal alles grünte und blühte, lag weiter oben Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Luft spürte mann's, daß man im Gebirge war, denn es &lt;br /&gt;
war bedeutend kühler als in der Ebene. So einfach wie die Klei- &lt;br /&gt;
dung, waren auch die Wohnungen der Bewohner. Elende Hütten &lt;br /&gt;
aus Holz gebaut mit dem Giebel nach der Straße. Von uns wurden &lt;br /&gt;
diese Paläste((?))  stets  Kaninchenställe genannt. Endlich kamen wir &lt;br /&gt;
nach Borsa((?)) ins Land der ((Ruthenen)). Hier wurden wir in eine &lt;br /&gt;
Baracke der ...ungskompanie, ((?)) 1, einquartiert und lagen &lt;br /&gt;
dort bis zum anderen Tage. Dann fuhren wir mit der Prislop- &lt;br /&gt;
bahn bis zu dem Berge, nach dem die Bahn ihren Namen &lt;br /&gt;
trägt.  Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren wir von Borsa &lt;br /&gt;
ab und bei Schneegestöber landeten wir auf dem Prislop. &lt;br /&gt;
Also aus dem Ostpr._Winter in den südl. Frühling u. dann in den Winter &lt;br /&gt;
des Hochgebirges. _ Von Prislop gings nach der Einteilung zur &lt;br /&gt;
Stellung. An den Weg werde ich mein ganzes Leben lang denken. &lt;br /&gt;
Immer bergauf mit den schweren ((?)) und dann noch dazu alles ver- &lt;br /&gt;
schneit. Endlich um 10 Uhr abends landeten wir bei der 1. Komp., die &lt;br /&gt;
damals in Reserve((?)) lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;17.4.17.&amp;lt;/u&amp;gt; Den nächsten Tag morgens meldeten wir uns beim &lt;br /&gt;
Gefechtsstand((?)) des III. Batl. und wurden zur 10. Komp. geschickt. Am &lt;br /&gt;
andern Tag übernahm ich die 4. Gruppe des I. Zuges, die bis dahin Gefr. &lt;br /&gt;
Roth geführt hatte. Vizefeldw. Trenz führte damals den Zug. Vorm. wurde von 7-11, nachm. v. 2-5 Schnee geschippt. Trotzdem bekam&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LINKE SEITE] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins &amp;quot;Königreich des heiligen Stephan&amp;quot; hinein. _ _ Orginell waren &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Trachten der Bewohner des Landes. Die Männer trugen eine eng- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anliegende Hose aus ????? mit grünem Besatz, der vorn am Fuß- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
anfang und oben in einem Bogen auslief. Der Rock war aus &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
demselben Stoff hergestellt und hatte denselben Besatz. Er wurde meist &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
über die rechte Schulter gehängt, da es damals schon sehr warm war. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frauen, oder das weibliche Geschlecht, trug um, vom Kopfe ange &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
fangen, meistens ein buntes oder weißes Tuch; dann ein Pelz??? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Miederart aber meistens offen. Darunter kam gleich das Hemd. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Rock war aus dünnem Leinen oder Rattun(?). Die Füße waren &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit langen Stiefeln od. plumpen Schuhen bekleidet und die Beine &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
im letzteren Falle mit Wickelgamaschen aus Lumpen umwickelt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Anblick, der auch bei einem noch so schönen Weibe wiederlich wirkte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das Weib unnahbar machte. Der Sonntagsrock bestand aus zwei &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schürzen. Eine vorn u. eine hinten. Unterkleider werden nicht ge- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
tragen. Bei uns dürfte man es wohl(?) nicht der frechsten Dirne zumuten &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
in solch einem Wamskostüm über die Straße zu gehen ???????? &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dürfte man von einer ehrbaren Frau oder einem zünftigen deutsch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mädchen verlangen sich so zu kleiden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen die Karpathen. _ Für einen wie ich, der noch &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nie ein Gebirge gesehen hat, ein wunderbarer Anblick. Zwischen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steilabfallenden Bergen schlängelt sich die Bahn dahin. Während &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unten im Tal alles grünte und blühte, lag weiter oben Schnee und Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RECHTE SEITE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Luft spürte mann's, daß man im Gebirge war, denn es &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
war bedeutend kühler als in der Ebene. So einfach wie die Klei- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dung, waren auch die Wohnungen der Bewohner. Elende Hütten &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aus Holz gebaut mit dem Giebel nach der Straße. Von uns wurden &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
diese Paläste(?)  stets  Kaninchenställe genannt. Endlich kamen wir &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nach Borsa(?) ins Land der Ruthenen(?). Hier wurden wir in eine &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baracke der ...ungskompanie, ??? 1, einquartiert und lagen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dort bis zum anderen Tage. Dann fuhren wir mit der Prislop- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
bahn bis zu dem Berge, nach dem die Bahn ihren Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
trägt.  Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren wir von Borsa &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ab und bei Schneegestöber landeten wir auf dem Prislop. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also aus dem Ostpr._Winter in den südl. Frühling u. dann in den Winter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
des Hochgebirges. _ Von Prislop gings nach der Einteilung zur &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stellung. An den Weg werde ich mein ganzes Leben lang denken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Immer bergauf mit den schweren ???? und dann noch dazu alles ver- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schneit. Endlich um 10 Uhr abends landeten wir bei der 1. Komp., die &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
damals in Reserve(?) lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;17.4.17.&amp;lt;/u&amp;gt; Den nächsten Tag morgens meldeten wir uns beim &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gefechtsstand(?) des III. Batl. und wurden zur 10. Komp. geschickt. Am &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
andern Tag übernahm ich die 4. Gruppe des I. Zuges, die bis dahin Gefr. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Roth geführt hatte. Vizefeldw. Trenz führte damals den Zug. Vorm. wurde von 7-11, nachm. v. 2-5 Schnee geschippt. Trotzdem bekam&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin</name></author>	</entry>

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				<updated>2015-02-18T14:42:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Martin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unklar: Zeile 18 bla&lt;br /&gt;
Martin sagt: ist doch klar!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Martin</name></author>	</entry>

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