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		<title>transcribe europeana 1914-1918 - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-05-09T10:42:32Z</updated>
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		<title>.NTg.NzA</title>
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				<updated>2015-04-27T11:36:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;91.64.36.182: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[LEFT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 &amp;lt;del&amp;gt;Wochen&amp;lt;/del&amp;gt; Monaten zum ersten Male wieder in einem Bett geschlafen.&lt;br /&gt;
Kann aber garnicht sagen, daß ich so besonders gut geschlafen habe. Man&lt;br /&gt;
ist es eben nicht gewöhnt. Oost((?)) haben die Flöhe ordentlich gebissen. Mich weniger.&lt;br /&gt;
9.8.17. Heute Ruhetag! Allerdings wollen wir noch weg, wenn sich Fahrgelegenheit&lt;br /&gt;
trifft. Sind morgens durch das Städtchen gegangen. Ein trauriges&lt;br /&gt;
Nest. Es war gerade Markttag. Haben etwas Obst gekauft u. Milch getrunken.&lt;br /&gt;
Die Geschäfte haben, wie üblich, die Juden in Händen u. diese verlangen kolossale&lt;br /&gt;
Preise. Nach langem Suchen erstanden wir ein Päckchen Tabak für 10&lt;br /&gt;
Kronen. Dann kehrten wir in unser Quartier zurück u. jetzt 3 [Uhr] ((?)) nachm. sitze&lt;br /&gt;
ich an dem Diplomatenschreibtisch unseres Zimmers u. vervollständige&lt;br /&gt;
mein Buch. _ _ _ 7:00 Uhr abends. Sitze auf einem Baumstamm während &lt;br /&gt;
ich dieses schreibe. Sind mit einer österreichischen Kollone, die Munition &lt;br /&gt;
nach vorne fährt bis hierhin gekommen. Eine Bummelei herrscht bei&lt;br /&gt;
denen! Im Gegensatz zu den Deutschen sind dieses Privatleute. Die &lt;br /&gt;
Kollonne der Flüchtlinge aus Ostpreußen waren ordnungsmäßiger als&lt;br /&gt;
die österreichischen Kollonnen. _ Sind von Kutty ((?)) über Wyschnitz nach&lt;br /&gt;
x.. ((?)) gekommen und haben hier das Staatszimmer mit den Saustall vertauscht. &lt;br /&gt;
Ich glaube aber, wir werden auch hier ganz gut schlafen. Wollte jetzt&lt;br /&gt;
zu Abend speisen u. zw. wieder das Nationalgericht: Kokorus ((?)) mit Moloka-Milch.&lt;br /&gt;
Die Leute leben übrigens sehr primitiv. Sie essen morgens, mittags &lt;br /&gt;
u. abends das bewußte Nationalgericht. Liegen zwischen Wanzen u. Flöhen,&lt;br /&gt;
kennen keine Betten u.  fühlen sich glücklich. Ich glaube die singen jeden&lt;br /&gt;
Tag das schöne Lied: Was frag ich viel nach Geld u. Gut... Haben eben Abendbrot&lt;br /&gt;
gegessen. Es ist sogar besser geworden, als ich dachte. Weiskäse mit Sahne&lt;br /&gt;
u. Kokorus((?)). Hat großartig geschmeckt. Haben schon von den Karpathen Abschied&lt;br /&gt;
genommen u. sind in der Bukowina drin allerdings noch am Fuße &lt;br /&gt;
der Karpathen etwa 60 km von Charnowitz [= Czernowitz?]. Das Land ist hier eben. Im&lt;br /&gt;
Hintergrund befindet sich ein Wald. Der Boden scheint hier ziemlich schwer zu&lt;br /&gt;
sein; denn in der Nähe befindet sich eine Ziegelei u. im Hintergrunde ragt&lt;br /&gt;
auch ein Schornstein hervor, der wohl auch zu einer Ziegelei gehört. _&lt;br /&gt;
So jetzt wird schlafen gegangen. Es ist 8 Uhr u. schon ganz dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.8.17. Heute um 4 1/2 Uhr aufgestanden. Nachdem wir Milch getrunken und &lt;br /&gt;
unser gekauftes österreichisches Weisbrot dazu gegessen hatten gingen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[RIGHT PAGE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir zu unserem Wagen. Hier empfingen wir noch Kaffee und&lt;br /&gt;
fuhren dann bald ab. Überall bezeichneten tote Pferde die Marschstraße.&lt;br /&gt;
Den größten Teil des Weges gingen wir zu Fuß u. unterhielten uns mit&lt;br /&gt;
den Führern der Kollonnen, einen österreichischen einjährigen Feldwebel.&lt;br /&gt;
Dieser war von seiner sozialistischen idealen Idee so durchdrungen u. brachte&lt;br /&gt;
so treffende Beispiele, daß ein Wiederspruch ausgeschlossen ist. Zu Mittag aßen&lt;br /&gt;
wir bei einem Deutschen, der uns sehr gut aufnahm. Das ganze Dorf war&lt;br /&gt;
Deutsch. Ich glaube es hieß Nikolausdorf. Am Abend bezogen wir wieder &lt;br /&gt;
Quartier bei einem Deutschen mit Namen Bauer. Er hatte eine schöne Besitzung&lt;br /&gt;
u. nahm uns auch sehr gut auf. In solchem Hause fühlt man sich sehr wohl. Es&lt;br /&gt;
ist da alles sauber u. freundlich u. vor allen Dingen fühlt man sich unter Landsleuten.&lt;br /&gt;
Eingerichtet sind diese Wohnungen wie bei uns auf dem Lande. Am anderen&lt;br /&gt;
Morgen 11.8.17. fuhr die Kollonne schon ab, als wir zu frühstücken anfingen.&lt;br /&gt;
Wir holten sie aber bald ein u. langten um 10 Uhr vorm. in Strosewitz &lt;br /&gt;
an. Hier sahen wir uns das Städtchen an, dessen Häuser auch sehr durch den Krieg geschädigt&lt;br /&gt;
sind. In einem Kaffee, das noch in Betrieb war tranken wir 1 Glas&lt;br /&gt;
Kaffee (polnische Mode) u. aßen 2 Stückchen Kuchen. Beide Sachen waren sehr gut.&lt;br /&gt;
Wir bezahlen jeder 1,50 Kr. u. zogen von dannen zur Kollonne. Hier packten&lt;br /&gt;
wir unsere Sachen u. machten uns auf die Socken nach dem nächsten Dorfe.&lt;br /&gt;
Unterwegs brachte uns eine Polenfrau Brot u. Gurken zur Erschrifung. So&lt;br /&gt;
etwas berührte einen sehr angenehm, da man sonst von der Bevölkerung&lt;br /&gt;
nicht hervorragend aufgenommen wird. Dann traten wir einen Panjewagen((?)),&lt;br /&gt;
der aufs Feld fuhr u. uns aufnahm. Wir waren schon ein Ende((?)) gefahren,&lt;br /&gt;
als uns ein Personenauto einholte, das vor unserem Wagen hielt.&lt;br /&gt;
Und siehe da, es saß der von allen gefüchtete General v. Conta [= Richard von Conta?] drin. Ich erkannte &lt;br /&gt;
ihn zuerst garnicht u. sprach ihn mit Herr General an, was er erst&lt;br /&gt;
merkte, als Okst((?)) dieselbe Anrede gebrauchte. Darauf behauptete der&lt;br /&gt;
gute Herr, daß wir eigentlich schon Dafür 3 Tage verdient hätten. Er&lt;br /&gt;
erkundigte sich dann nach dem woher u. wohin u. gab uns den guten&lt;br /&gt;
Rat, so schnell als möglich zur Truppe zu machen, was wir auch selbstverständlich&lt;br /&gt;
tun. Das letzte Stück unseres heutigen Weges legten wir&lt;br /&gt;
zu Fuß zurück u. befinden uns z. Zt. in einem Zimmer eines&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.64.36.182</name></author>	</entry>

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